Els carrers seran sempre nostres!

diumenge, 11 de març de 2012

EIN TRAURIGES LIED




Im Kapitel sechs des “Fremdgänger” erzählt Ronald Reng ein Gespräch zwischen Tobias und Larissa. Sie sagt , dass es wenig gäbe, was so ansteckend sei wie ein trauriges Lied. Und ich erinnere mich an die letzte Sequenz von “Paths of glory” (Regiseur Stanley Kubrick, United Artists, 1935).

Es ist 1916. Während der Ersten Weltkriegs sitzen etwa hundert französischen Soldaten in einer Kneipe.

Auf der Bühne stellt der Unternehmer ein deutsches Mädchen als neuestes Kriegstrophäe vor. Es gibt Pfeiffe, Jubel und ein wildes Gebrüll. Man zwingt das Mädchen zu singen. Sie weint, aber beginnt eine Melodie mit der Stimme zu produzieren:

“Es war einmal ein treuer Husar,


“der liebt’ sein Mädchen ein ganzes Jahr,


“ein ganzes Jahr und noch viel mehr,


“die Liebe nahm kein Ende mehr...

Am Anfang war das Lied unhörbar, abar langsam ebbt das Gebrüll ab. Die Stimme des Mädchens ist sehr schwach, aber alle Männer hören zu und einige Sekunde später summen die Soldaten Lied mit geschlossenen Lippen:

Der Knab‘ der fuhr ins fremde Land,


„Derweil ward ihm sein Mädchen krank,


„sie war so krank bis auf den Tod,


„drei Tag, drei Nacht sprach sie kein Wort.“

Das Mädchen weint und singt weiter... einige französischen Soldaten weinen auch. Vielleicht verstehen sie das deutsche Lied? Wer weiss? Das ist egal.

„Und als der Knab‘ die Botschaft kriegt,


„dass sein Herzlieb am Sterben liegt,


„verliess er gleich sein Hab und Gut,


„wollt seh’n, was sein Herzliebchen tut.“

Der Film ist schon am Ende und ich denke dass Larissa Recht hat und dass diese Sequenz ein schönes Beispiel ist.

Wikipedia zufolge ist dieses Lied länger und trauriger, weil es 12 Strophen hat und der letzte Vers lautet:

Die Trauer nimmt kein Ende mehr...“


Nota.- (I el meu professor d’alemany, que es diu Uli, després de corretgir aquesta redacció, va escriure al peu: „Ich muss bei der Szene auch immer weinen...)