dissabte, 27 d’octubre de 2012

DEUTSCHLAND: WIR BRAUCHEN KEIN MYTHOS



Hierzulande haben wir immer nach Deutschland geschaut. Am Anfang des fünften Jahrzentes des letzten Jahrhunderts hatten viele Schulen die deutsche Sprache als erste Fremdsprache gehabt; während der 60er und 70er Jahre sind viele Leute aus Spanien nach Deutschland als Gastarbeiter für das Wirtschaftswunder emigriert. Und in der Mitte des achten Jahrzehntes hat die Sozialdemokratische Partei Deutschlands von Willy Brandt (SPD) die spanische PSOE viel beeinflusst und ihr geholfen.

DIE ARBEIT IN DEUTSCHLAND

Einige Deutsche sagen: „Die Deutschen arbeiten nicht so viel wie Sie denken“. Wirklich aber meinen sie , dass man in Deutschland mit Methode und Vorbereitung arbeite.

Im Allgemeinen bin ich kein Freund von Pauschalurteilen (sie werden leicht zu Vorturteilen). Es gibt sicher in jedem Land Leute mit seriösen Arbeitsethos und die Pfuscher!

Und es gibt auch korrupter Politiker in aller Ländern...

DER FALL PEER STEINBRÜCKS

Im Willy-Brandt-Haus, das heisst, in die SPD, finden wir ein hervorragender Mitglied: Herr Peer Steinbrück (1947, Hamburg). Ich habe über ihn –nach bestem Wissen und Gewissen—in einigen deutschen Medien nachgeschlagen. Zum Beispiel Spiegel online am Samstag 13. Oktober hat informiert:

„Am 1. Oktober 2012 wurde Peer Steinbrück von SPD-Parteivorstand einstimmig als Kanzlerkandidat der SPD für die Bundestagswahl 2013 nominiert...“

„ ...Peer Steinbrück und sein älterer Bruder Birger sind die beiden Söhne aus der Ehe des Hamburger Architekten Ernst Steinbrück und dessen dänischstämmiger Ehefrau Ilse Schaper...“

„ ...Sein Urgrossonkel war Adelbert Delbrück, einer der Gründer der Deutschen Bank aus der weitverzweigten Familie Delbrück. Von 1968 bis 1970 absolvierte Steinbrück beim Panzerbataillon 314 in Oldenburg seinen Grundwehrdienst und machte eine Ausbildung zum Reserveoffizier der Bundeswehr. Ab dem Sommersemester 1970 studierte er Volkswirtschaftslehre und Soziologie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Das Studium schloss er 1974 als Diplom-Volkswirt ab...“

„ ...Steinbrück lebt in Bonner Stadtteil Plittersdorf und ist seit 1975 verheiratet mit Gertrud Isbary, einer –1978 promovierten—Lehrerin für Biologie und Politik am evangelischem Amos-Comenius Gymnasium Bonn. Gemeinsam haben sie einen Sohn und zwei Töchter. Seit 1969 ist er Mitglied der SPD und war von 2005 bis 2009 deren stellvertretender Bundesvorsitzender. Zudem ist er Mitglied der Industrie gewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie... „

„ ...Steinbrück trat im Alter von 18 Jahren unter dem Eindrück der Schriften von Karlheinz Deschner aus der evangelischen Kirche aus. Dies begründete er damit, dass Kirchen zu oft auf der Seite des Mächtigen gewesen seien und versucht hätten, die Aufklärung zu verhindern. Er trat später aus ‚moralphilosophischen Gründen‘ wieder in die Kirche ein...“

„ ...Steinbrück lernte von seiner Grossmutter mütterlicherseits, als Kind das Schachpiel und ist bis heute als Hobby-Schachspieler engagiert.“ Und auch das wird er zu nutzen wissen... Mal sehen !

ALS BUNDESFINANZMINISTER VOR DER WIRTSCHAFTKRISE

„ ...Als Bundesfinanzminister in der von Bundeskanzlerin Angela Merkel geführte Bundesregierung, vertrat Steinbrück bis zum September 2008 die Position, das deutsche Bankensystem sei sicher und habe keine Rettung nötigt. Bereits im Oktober 2008 erhielt jedoch die Hypo Real State (HRE), als teuerste Rettungsfall der Deutschen Wirtschaftsgeschichte. Hilfen aus dem Finanzmarktstabilisierungsfonds in Höhe von 20 Miliiarden Euro, die im November 2008 um weitere 10 Milliarden und im Januar 2009 um zusätzliche 12 Milliarden Euro erweitert werden mussten...“

„ ...Allerdings vertrat Steinbrücks vor dem HRE-Ausschuss die Ansicht , die HRE-Krise sei nicht absehbar gewesen und nur durch die Entscheidung der US-Regierung, Lehman Brothers pleitegehen, bedingt...“

NEBENEINKUNFTE

„ ...Im April 2012 wurde bekannt, dass Steinbrück –SPD Bundestagsabgeordneter seit 2009—von aller Abgeordneten des Deutschen Bundestages die höchsten der veröffentlichten Nebeneinkünfte erhält. So kam er zwischen Oktober 2009 und Februar 2012 auf mehr als 75 Vorträge, bei denen er fast immer ein Honorar von mindestens 7000.- Euro erhielt...“

„ ...Zusätzlich wurde er in seiner Funktion als Aufsichtsrat beim Stahlkonzern ThyssenKrupp im Geschäftsjahr 2009/2010 mit knapp 50.000.- Euro vergütet. Insgesamt habe Steinbrück laut Medienberichten in der Zeit zwischen 2009 und 2012 mindestens 500.000.- Euro an Nebeneinkünfte mit knapp 1.000.000.- Euro noch höher ein...“

SPONSORENSUCHE FÜR EIN SCHACHTURNIER

„ ...Steinbrück habe laut Focus im Jahre 2006 als Bundesfinanzminister bei der Deutschen Post AG, der Telekom, E.ON, der Deutschen Bahn, der RAG AG und bei der Porsche AG um Spendengelder für ein privates Schachturnier in Höhe von bis zu einer Million Euro geworben. Nach Aussicht von Aktienjuristen hätte Steinbrück in seinen Funktion als Finanzminister nicht um Spenden werben dürfen . Auch der Wirtschaftsjurist Michael Adams von der Universität Bonn sagte, die Bitte Steinbrücks ‚um ein Millionen-Sponsoring für ein Schachturnier ist mit seiner Stellung als letzlich verantwortlicher Vertreter des Grossaktionärs Bundesrepublik (am der Telekom und Deutschen Post) nicht vereinbar‘ ... „

ICH BIN KEIN KNECHT DES KAPITALS

Die Hannoverische Allgemeine Zeitung am Samstag 6. Oktober bemerkt auch:

„ ...Der designierte SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat Kritik an seinen bezahlten Vorträgen vor Bankern als ‚absurd‘ und ‚dämlich‘ zurückgewiesen. Die Teilnehmer würden bestätigen können , ‚dass ich alles andere als ein Knecht des Kapitals gewesen bin‘, sagte der frühere Finanzminister am Samstag im Deutschlandfunk.Er habe sich bei der Offenlegung seiner Nebentätigkeiten lupenrein verhalten...“

„ ...Steinbrück bekräftigte zwar seine Forderung nach einer weiteren Verschärfung der Transparenzrichlinien für Parlamentarier, lehnte die Idee des gläsernen Abgeordneten aber ab. ‚Ich glaube, dass es Transparenz nur in Diktaturen gibt‘, sagte er...“

POLITISCHE TRANSPARENZ ALS BASIS DER DEMOKRATIE

„ ...Die Stellvertretende Bundestagspräsidentin Petra Pau von der Linken kritisierte die „Äusserung scharf. ‚Nebeneinkünfte von Abgeordneten sind nicht privat, sondern politisch‘, sagte sie. ‚Politische Transparenz wiederum ist die Basis der Demokratie...‘

STEINBRÜCK BEUGT SICH DEM DRUCK

Noch einmal Spiegel online am Freitag 5. Oktober schreibt:

„ ...Wenn in den USA Spitzenpolitiker schlechte Nachrichten unterbringen wollen, nutzen sie gerne den Freitagnachmittag. Da ist das Publikum bereits in Wochenendstimmung, und die Strategen hoffen, dass sich unangenehme Debatten dadurch von selbst erledigen...“

„ ... Ein bischen so macht es nun auch Peer Steinbrück. Am Freitagnachmittag liess er seine persönliche Transparenze-Offensive via Bild Zeitung verbreiten. Der SPD-Kanzlerkandidat will noch im Oktober Details zu seinen umstrittenen bezahlten Vorträgen offenlegen. Aufs Tapet kommen sollen ‚Auftraggeber, Ort und Thema jedes einzelnen Vortrages‘, kündigte Steinbrück an...“ Und wir warten heute noch...

MEHR ALS 20 MILLIONEN NEBENBEI

„ ...Steinbrück ist bei weitem kein Einzelfall, quer durch alle Fraktionen sitzen Abgeordnete, die neben ihrem Parlamentsjob in Aufsichtsräten von Unternehmen sitzen oder hochbezahlte Vorträge für Konzerne halten. In der laufenden Legislatur-periode wurde den Bundestagsabgeordneten auf diese Weise zusätzlich zu ihren Diäter über 22,5 Millionen Euro gezahlt, errechnete die Internetplattform Abgeordnetenwatch...“

„ ...Knapp ein Drittel der insgesamt 620 Bundestagsabgeordneten bezieht demnach regelmässig Einkünfte zusätzlich zu ihren Abgeordnetendiäten...“

MERKELS VORNEHME KUNST DER NICHTBEACHTUNG

Und noch Sipegel on line am 6. Oktober betont:

„ ...Was bedeutet die Nominierung Steinbrücks für die Kanzlerin ? ...Steinbrück hat den Willen zur Macht, er hat Biss, er polarisiert: Mit Steinbrück hat die Kanzlerin einen echten Gegner bekommen. Angela Merkels Antwort ? Sie ignoriert ihn. Die Niederungen des Wahlkampfs wird sie meiden –und stattdessen ihren Amtsbonus ausspielen...“

Was sind ‚die Niederungen des Wahlkampfs‘ für Angela Merkel ? Manchmal denke ich dass man Deutsche sein muss um manche deutsche Sachen zu verstehen. Zum Beispiel, letzte Wochenende hat die Kanzlerin ihre Meinung über den  letzten Friedensnobelpreis erklärt, laut die Freie Presse (Sachsens  grösste Zeitung) am Samstag 13. Oktober:

„ ...Auch in Deutschland wurde das Votum des Nobelpreiskomitees wohlwollend aufgenommen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sprach von einer ‚wunderbaren Entscheidung‘, die zudem unterstreiche, dass der unter grossen Anstrengungen eingeführte und nunmehr kriselnde Euro ‚mehr ist als nur eine Währung‘ ...“

Und ich sage: was bedeutet ‚mehr als nur eine Währung für die Kanzlerin ? Allerdings, wir, Europäer, sind alle Friedenspreisnobelträger... tut mir Leid...!



1 comentari:

Nosaltres ha dit...

aquest mateix article es pot llegir, resumit i en català, en un post del dia 21-10-2012: "Alemanya: no necessitem aquest mite".
Francesc Arnau i Arias